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Plastizitätstheorie am Legomodell

In regelmässigen Abständen führen wir interne und externe Weiterbildungen zu verschiedenen Themen durch. Im August 2018 wurde ein Brainstorming zur Plastizitätstheorie durchgeführt.

Die Anwendung der Theorie erlaubt eine etwas höhere Ausnützung der Tragwerke und kommt vorwiegend bei Umbauten und Expertisen zum Einsatz.

Um die Funktionsweise der Umlagerung möglichst einfach darzustellen, hat David Frei zu einem unkonventionellen Modell aus Lego-Bausteinen zurückgegriffen. Das Modell stellt einen Zweifeldträger dar, wobei die gelben Bausteine den Öffnungswinkel abbilden. Ein Draht dient analog zum Bewehrungsstahl der Aufnahme des Stützenmomentes.

Legomodell zur Darstellung der Plastizitätstheorie
1. Der rote Baustein stellt die Zugkraft des Betons dar. Wird das Stützmoment grösser als die Zugkraft, fällt der Baustein aus (=Erstrissbildung).
2. Wurde das Rissmoment erreicht, trägt nur noch der eingespannte Stabstahl (=elastische Verformung). Das Stützmoment wird kleiner, die Feldmomente und Durchbiegung dagegen grösser.
3. Werden die Felder noch weiter belastet, verformt sich der eingespannte Draht (=plastische Verformung).

Aug. 2018 / Schulung DF, Korreferat JB